Wie weiter nach dem Urteil? Kiezversammlung am 19. Dezember!

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Am 26.11. wurde vom Landgericht Berlin das Räumungsurteil gegen uns erlassen. Ende vergangener Woche haben wir das schriftliche Urteil erhalten. Neben viel Abwiegelung unserer Argumente findet sich darin ein Passus, der es gerade sehr unsicher macht, ob wir eine Räumungsankündigung durch den Gang in die nächste Instanz bis dahin verhindern können. Wir legen trotzdem Berufung ein und werden auf der juristischen Ebene weiterhin alle Mittel ausschöpfen, die uns bleiben. Damit wir bleiben – oder zumindest eine Räumung möglichst lange hinaus gezögert wird. Dennoch müssen wir langsam dem Ernst der Lage ins Auge sehen. Winter is coming – let‘s be prepared.

Deshalb laden wir zu einer Kiezversammlung am Donnerstag, den 19. Dezember, ab 19 Uhr im Syndikat ein.

Dort wollen wir euch den Stand der Dinge erklären und eine Einschätzung geben, was dies für die nahe und ferne Zukunft bedeutet. Desweiteren wollen wir mit euch langsam beginnen, über den Ernstfall zu diskutieren. Einige Menschen von uns und aus unserem Umfeld haben sich dazu Gedanken gemacht und Ideen entwickelt. Diese würden wir euch gerne vorstellen, mit euch diskutieren und gemeinsam weiter entwickeln. Macht euch gerne schon im Vorfeld Gedanken darüber, bringt Ideen mit und findet vor Ort Mitstreiter*innen zur Umsetzung.

Verloren ist noch nichts – gewinnen können wir noch alles.

Alerta Antifascista! Aufruf zur Verteidigung linker Freiräume!

15 Berliner Antifa-Gruppen sagen: Kein Haus weniger & auch: Syndikat bleibt!

Für mehr unabhängige Strukturen gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck

Die Lage spitzt sich weiter zu. In der ersten Jahreshälfte 2020 stehen mehrere Räume und Häuser der radikalen Linken in Berlin vor dem Aus – weitere sind gefährdet oder sehen sich ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Wir als Antifaschist*innen wissen um ihre Bedeutung und werden sie verteidigen!

Denn bei Liebig, Potse, Syndikat, Meuterei & Co. handelt es sich um mehr als Wohnprojekte, kollektiv geführte Kneipen, experimentelle Jugendclubs und Nischen unkommerzieller (Sub-)Kulturen. Es sind Bastionen gegen die Unmenschlichkeit des hiesigen „Gemeinwesens“. Sie dienen als Treffpunkte, Veranstaltungsorte, Mobilisierungsplattformen und als Zentren der Politisierung und Organisierung ganzer Generationen. Wo sonst finden sich Menschen zusammen, bilden Gruppen, vernetzen und organisieren sich gegen Neonazis, gegen den Rassismus, Sexismus, Hierarchien und Kapital? Wo macht ihr eure Treffen, wo findet ihr Anschluss, wo hört ihr mal Ideen, die nicht dem Mainstream entspringen und wo sonst kann mehr oder weniger frei über aktuelle Ungerechtigkeiten und die Umgestaltung der Gesellschaft verhandelt werden? Wo sind die Orte, an denen über antifaschistischen Selbstschutz gegen Neonaziterror nicht nur geredet, sondern auch gehandelt wird? Continue reading

Mieter*innen-Versammlung im Schillerkiez am 1. Dezember

Einladung zur mittlerweile 7. Mieter*innen-versammlung im Schillerkiez
Sonntag 1.12.19, 16 Uhr
Syndikat, Weisestr 56

Themen auf der Versammlung werden sein:

Vorstellungsrunde:
Was für Probleme gibt es bei mir im Haus? Wie nervt mich mein Vermieter? Wo brauche ich Unterstützung?

Untersützung planen:
Wie können wir uns gegenseitig untersützen? Nur gemeinsam sind wir stark!

Ideen sammeln, um unsere Wut zu den Politiker*innen zu tragen:
Gemeinsamer Besuch im Rathaus, Leerstand anprangern, und vieles mehr. Bringt Ideen mit, was ihr schon immer mal den verantwortlichen Politiker*innen sagen wolltet.

Es gibt Kaffee und Kuchen. Wer mag bringt, gerne noch was zu essen mit. Wenn ihr Kinderbetreuung braucht, schreibt uns vorher eine Mail.

Kontakt: wirsindviele@riseup.net

Wir gehen Steil! – Meuterei-Soli-Demo am 7. Dezember

Samstag, 7. Dezember | 15 Uhr | @ Görlitzer Park

Nachdem wir tausend Leute für die Meuterei auf die Straße bekommen, eine Überlandfahrt nach Zossen gemacht und den Landwehr kanal bezwungen haben, wollen wir noch Einen drauf setzen und mit euch Berliner Luft genießen.
Wir werden im Görli Drachen steigen lassen. Es gibt Luftballons, Zeppeline, Gotongis und schwebende Transpis. Wir werden die Immobilienvögel aufspüren und ihren Höhenflug beenden.
Laut, bunt und meuternd schweben wir durch den Kiez. Enden wird das Ganze hoffentlich vor der Meuterei mit Berliner Luft und Bohnensalat. Denn: Immobilienvögel zu Federkissen!
Die Meuterei ist ein bedrohtes Kneipenkollektiv, sozialer Treffpunkt, Kiezkneipe, Ort für kollektive Arbeit, unser aller Wohnzimmer in der Reichenberger Straße 58 und seit Anfang Juni 2019 ohne Mietvertrag. Inzwischen wurde auch der Räumungs-Prozesstermin für Donnerstag, den 12.12.2019, 13:30 Uhr 23.01.2020 festgelegt.

Wir lassen uns nicht verdrängen!

Aktuelle Infos bei Leute für die Meute

Kein Haus weniger!

Aufruf von über 70 Berliner (Haus-)Projekten, Stadtteilinitiativen und Organisationen

Unterstützer*innenliste und Kontakt zum unterzeichnen auf keinhausweniger.info

Ohne seine alternativen Haus- und Kulturprojekte wäre Berlin lediglich die Stadt, in der mal die Mauer stand. Sie wäre sozial, politisch und kulturell um Vieles ärmer.

Tausende Menschen finden in Hausprojekten bezahlbaren Wohnraum ohne Angst vor Verdrängung haben zu müssen; Menschen, die anderswo diskriminiert werden, finden hier ein sicheres Zuhause. Die Häuser und Projekte bieten zudem eine elementar wichtige Infrastruktur für ihre Nachbarschaften. Hier finden sich Räume für Mietberatungen, politische Vernetzung, kulturelle Veranstaltungen und Orte zum Verweilen ohne Konsumzwang.
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Urteil im Räumungsprozess

Das Urteil im Prozess von Pears Global (offiziell von Firman Properties, eine ihrer zahlreichen Briefkastenfirmen) gegen uns ist da. Wie es leider zu erwarten war, hat das Landgericht Berlin mal wieder für die Profitinteressen einiger weniger und gegen das Interesse der Bewohner*innen Berlins entschieden. Das bedeutet, dass nun ein Räumungstitel gegen uns besteht.

Der Titel ist noch nicht rechtskräftig, dies geschieht erst sobald das schriftliche Urteil zugestellt ist, was noch einige Tage oder Wochen dauern kann. Und prinzipiell steht uns noch die Möglichkeit einer Revision zur nächst höheren Instanz offen. Sobald das Urteil da ist, werden wir dies von unseren Anwälten prüfen lassen und dann entscheiden, wie wir weiter vorgehen werden. Wir werden euch natürlich so schnell wie möglich informieren.

Bis dahin wollen wir natürlich nicht still halten, sondern jeden Tag weiter für unseren Erhalt und den Erhalt der anderen bedrohten Projekte, Häuser, Kleingewerbetreibende und unserer Nachbar*innen kämpfen und wir hoffen, dass ihr dies auch tut.

Beteiligt euch an den verschiedenen Aktionen der Projekte und anderer stadtpolitischer Initiativen, seit laut und widerspenstig und besucht die Gerichtsprozesse von Meuterei, Liebig34 und Potse:

  • Meuterei: 12.12.19 13:30 Uhr Landgericht  ACHTUNG! Verschoben auf den 23.01.20!
  • Liebig34: 13.12.19 (genauere Infos bei Twitter oder auf ihrem Blog)
  • Potse: 08.12.20 (genauere Infos bei Twitter)

Pressespiegel zur Urteilsverkündung:

1. Runde des Räumungsprozesses – Kurzbericht & Pressespiegel

Der lang erwartete Räumungsprozess am 29. Oktober ist vorbei. Ergebnis: Unklar. Prognose: Schlecht. Offizielle Urteilsverkündung ist am 26. November um 9:45 Uhr im Landgericht.

Der Prozesstermin wurde von einer Kundgebung begleitet, die ab 11 Uhr vor dem Landgericht stattfand. Die Resonanz war überwältigend und für uns das Highlight des Tages. Trotz Werktag und unchristlicher Uhrzeit fanden sich knapp 150 Menschen vor dem Landgericht ein, um dem Syndikat ihre Solidarität zu zeigen und dem Prozess beizuwohnen. Die Meute war bunt gemischt. Neben vielen Stammgästen, Nachbar:innen, langjährigen Unterstützer:innen, waren auch Vertreter*innen anderer bedrohten Projekte, wie der Meuterei oder der Potse vor Ort. Continue reading

Tu mal wat – damit Syndikat bleibt! 2.0

Ganz egal wie der Räumungsprozess heute ausgeht, we’ll keep on moving. Wir haben einen neuen Schwung aktueller Propaganda für die nächsten Tage. Flyer und Plakate für die Kiezversammlung kommenden Donnerstag bei uns im Syndikat, sowie verschiedene Plakate und Flyer für die Interkiezionale Sterndemo / bundesweite Riseup4Rojava-Demo am kommenden Samstag.

Ihr seht, alles ist frisch und alles muss schnell weg. Deshalb freuen wir uns über jede Form von Unterstützung beim Verteilen. Fragt Freund*innen, schließt euch zusammen und macht eine Plakatierrunde, verteilt Flyer und Plakate in Kneipen und anderen Läden, oder nehmt einen Schwung Flyer mit und steckt sie bei euch zuhause in alle Briefkästen.

Und kommt natürlich am Donnerstag um 18:30 Uhr zur Kiezversammlung & am Samstag um 12 Uhr zur Rojava-Soli-Demo am Alexanderplatz und / oder im Anschluss um 15:30 Uhr zur Interkiezionalen “Projects united” Demo an der Infowand im Schillerkiez (Weise- / Herrfurthstr.)

Kiezversammlung am 31.10. – für und im Syndikat!

Kiezversammlung | 31.10.19. | 18:30 Uhr | @ Syndikat (Weisestr. 56)

Am 29. Oktober fand der Räumungsprozess gegen die Kiezkneipe Syndikat vor dem Landgericht Berlin statt.

Wir wollen mit euch allen, Gästen, Freund:innen und Nachbar:innen das Urteil auswerten, erzählen wie es juristisch und politisch von unserer Seite aus weiter geht und gemeinsam überlegen, was wir alle in der nächsten Zeit tun können, damit das Syndikat bleibt!

Überlegt euch gerne im Vorfeld Ideen und Aktionen. Die Kiezversammlung ist der Ort um diese zu diskutieren, zu planen und Mitstreiter:innen zu finden.

Aktuelle Infos findet ihr auf unserem Blog und auf unserem Twitter-Account (auch ohne eigenen Account lesbar).

Syndikatbleibt.noblogs.org | twitter.com/syndikat44

Am 2. November auf die Straße!

Bundesweite Demonstration “Riseup4Rojava”: 12 Uhr @ Alexanderplatz

Interkiezionale Sterndemo “Projects united – Wir bleiben alle!”: 15:30 Uhr Weise- / Herrfurthstraße, 16 Uhr Lausitzer Platz & Köpi (Köpenicker Straße 137)

Unser Aufruf:

Für das Syndikat – für alle bedrohten Projekte und Bewohner*innen Berlins – für die Menschen und die Utopie von Rojava!

Für das Syndikat…

Kiezkneipe, Kollektivbetrieb, sozialer Treffpunkt, verlängertes Wohnzimmer. Das und vieles mehr ist das Syndikat im Schillerkiez in Neukölln. Seit mehr als 34 Jahren versuchen wir ein bisschen Richtiges ins Falsche zu bringen. Wir arbeiten kollektiv, ohne Chef:innen und gleichberechtigt in Lohn und Entscheidungen. Wir arbeiten nicht profitorientiert, wir versuchen unsere Preise so niedrig zu halten wie möglich und wenn wer mal kein Geld hat, geht er*sie trotzdem nicht durstig nach Hause. Wir sind solidarisch mit allen Abgehängten und Unterdrückten im Kiez und weit darüber hinaus. Wir spenden unser Trinkgeld an emanzipatorische Projekte, von Repression betroffene Gefährt:innen und an Nachbar:innen, bei denen das Geld am Monatsende nicht mehr für das Nötigste reicht. Wir hosten Solipartys, unterstützen andere nach unseren Möglichkeiten in ihren Kämpfen und bieten unsere Infrastruktur für Veranstaltungen, Treffen oder das jährliche, selbstorganisierte Weisestraßenfest. Wir sind nicht perfekt, wir stolpern, wir fallen, aber wir versuchen aus unseren Fehlern zu lernen und es das nächste Mal besser zu machen. Continue reading